Vorlese-Paten

Aleks Bechtel

„Ich unterstütze den Deutschen Vorlesepreis schon einige Jahre, da das Lesen einerseits die Fantasie der Kinder anregt und andererseits einen großen Einfluss auf deren Sprachentwicklung hat. Lesen ermöglicht es, neue Welten zu entdecken und hilft dabei, den Horizont zu erweitern. Das gilt im Übrigen nicht nur für Kinder, sondern auch für Erwachsene. Man vergisst Sorgen und Nöte und taucht ein in spannende Geschichten. Wenn der Fantasie keine Grenzen gesetzt werden, wächst man mit dem Gefühl auf, alles erreichen zu können. Was könnte die Entwicklung des Selbstbewusstseins eines Kindes also besser vorantreiben?“


Ole Bischof

„Nach einem anstrengenden Trainingstag ziehe ich mich gerne mit einem guten Buch auf die Couch zurück. Denn lesen eröffnet neue Welten, ermöglicht den Zugang zu neuem Wissen und macht einfach Spaß. So kann ich mich erholen und den Kopf wieder frei kriegen. Nach einem entspannten Lese- oder auch Vorlese-Abend kann ich mich dann auch wieder voller Elan ins Training stürzen. Inzwischen ist es sogar wissenschaftlich nachgewiesen, dass Kinder, denen vorgelesen wird, nicht nur selber gerne zum Buch greifen sondern im Laufe ihres Lebens auch mehr Lust auf sportliche Aktivitäten entwickeln. Bei mir hat das auf jeden Fall funktioniert. Daher unterstütze ich den Deutschen Vorlesepreis.“


Guido Cantz

„Fernsehen bildet! Immer wenn der Fernseher an ist, gehe ich in ein anderes Zimmer und lese.“ Dieser Satz ist nicht von mir, sondern vom großen amerikanischen Komiker Groucho Marx. Natürlich kann fernsehen Spaß machen, aber ein Buch zu lesen oder vorzulesen, ist mit Sicherheit eine super Alternative. Leider kommt Lesen heute in unserer immer hektischeren Welt deutlich zu kurz. Wir erziehen uns selbst zur SMS und twitter Gesellschaft, für die alles über 160 Zeichen schon ein Roman ist. Wir Erwachsene sollten unseren Kindern ein Vorbild sein und das gute alte Buch zur Hand nehmen. Wem das zu antiquiert erscheint, der greift zur digitalen Variante. Es sind schon Menschen zum E-Book gekommen, wie die Jungfrau zum Kindle. Ich unterstütze den Deutschen Vorlesepreis, weil ich als Kind schon immer gerne vorgelesen bekommen habe, selber in der 5. Klasse Schulsieger im Vorlesewettbewerb war und mich heute darauf freue meinem Sohn eine Gute Nacht Geschichte vorlesen zu können.“

 

Ralph Caspers Foto: Johannes Haas 

Ralph Caspers

“Ich unterstütze den Deutschen Vorlesepreis, weil man ja nicht immer nur fernsehen kann.”

 

Dagmar Chidolue

„Oh, wie gemütlich ist es, wenn der Tag ausklingt – abends im Bett – und meine Mama oder mein Papa lesen vor. Hin und wieder aber auch die Oma. Es ist so kuschelig. Am besten, die Geschichte, die mir vorgelesen wird, geht nie zu Ende. Es kann eine schöne Geschichte sein oder eine spannende, und manchmal kann ich auch einer Geschichte zuhören, die ein bisschen schrecklich ist. Aber wirklich nur ein bisschen! Trotzdem kann ich ruhig schlafen, denn mir geht es ja gut, kein Wolf wird mich fressen und kein Schneider wird mir die Daumen abschneiden. Wenn ich aber endlich selber lesen kann, dann geht es so richtig los. Dann steht mir die Welt offen und ich kann hinreisen, wohin ich will, zu den Pinguinen an den Südpol, in 80 Tagen um die Welt oder auch nur zu den Kindern aus dem Möwenweg. Na ja, alles im Kopf, aber das gilt auch!

Natürlich gilt das! Man kann nicht alles im Leben selber erleben. Und es beginnt damit, dass jemand diesem Kind vorliest. Oder vielen Kindern. Oder Kindern den Alten. Deswegen finde ich den Deutschen Vorlesepreis prima. Er ermutigt diejenigen, die sich Zeile für Zeile mühen, Welten im Kopf entstehen zu lassen, weiterzumachen. Ja! Weitermachen!“

 

Barbara Eligmann

„Bücher sind Freunde, aber um mit ihnen Freundschaft zu schließen, braucht es das Vorlesen. Für mich und meine drei Kinder zählt das gemeinsame Lesen zu den innigsten Erlebnissen. Gemütlich eingekuschelt in eine Geschichte eintauchen – das ist auch für Kinder die längst selber lesen können, ein Genuss. Das erste Kinderbuch haben mein großer Sohn und ich „gelesen“, da war er gerade mal ein Jahr alt. Er hatte so viel Spaß daran, dass er begeistert ins Buch gebissen hat. Heute bis heute ist sein Lesehunger ungebremst. Ohne unser gemeinsames Vorlesen wäre das sicher nicht so.

Diese Entwicklung gönne ich allen Kindern und unterstütze deshalb den Deutschen Vorlesepreis.“


Simon Gosejohan

„Blöd, aber ich muss mich auch heutzutage noch dazu überwinden, ein Buch zu lesen. Ich lese den ganzen Tag irgendwelche Häppchen. Vorm Bildschirm. Im Telefon. Im Videotext. In Magazinen, Comics. Wo immer ich bin. Information hier rein, da raus. Aber wenn ich ein Buch lese oder noch besser einen Text laut lese, das regt meine kleinen grauen Gehirnzellen an. Mir fällt dann auf, wie ich komplizierte Situationen oder Empfindungen mir nichts dir nichts formulieren kann. Im Leben das A und O. Und trotzdem gibt es lange Phasen in denen ich lesefaul bin. Bis ich wieder in die Pflicht genommen werde. Und es ist gar nicht der Druck dahinter. Es ist die Erwartungshaltung anderer Menschen unterhalten zu werden, die mir Freude macht und mich motiviert. Das Miteinander. Die Überwindung vor anderen Menschen zu lesen oder zu reden. Und zu bestehen oder zu lernen. Der Spaß, den man gemeinsam teilt. Das alles erfährt man im Rahmen des Vorlesepreises.“


Annica Hansen

„Lesen ist ein Abenteuer. Wo sonst hat man die Möglichkeit in so viele verschiedene Welten einzutauchen. Als kleines Mädchen habe ich Bücher verschlungen. Egal ob Pippi Langstrumpf, die Fünf Freunde oder Hanni und Nanni, jedes Kind sollte solche Helden haben können und deshalb finde ich es unheimlich wichtig Kindern und Jugendlichen in der heutigen Internetwelt den Zugang zum Buch zu vermitteln. Kein Computer dieser Welt ist so aufregend, wie nachts heimlich unter der Bettdecke weiterzulesen und in Fantasiewelten abzuschweifen. Auch wenn ich inzwischen nicht mehr heimlich lese sind Bücher Teil meines Alltags. Sie bringen mich zum Lachen und manchmal zum Weinen, auf jeden Fall aber zum Nachdenken. Ich unterstütze  den deutschen Vorlesepreis, damit die Fantasie zwischen all den Videospielen, Internetseiten und Fernsehserien nicht verloren geht.“


Wolfgang Hohlbein

„Lesen hat mir persönlich ganz neue Welten eröffnet und mich über den Tellerrand meiner direkten Umgebung blicken lassen: Das war bereits in meiner Kindheit so, und das hat sich bis heute nicht geändert. Dabei schätze ich beim Lesen besonders, dass meine Fantasie auf ganz andere Weise angeregt wird als bei einem Kinobesuch oder beim Fernsehen. Ich schlüpfe quasi in eine oder mehrere Hauptpersonen und sehe die Welt durch ihre Augen. Mich persönlich hat das dazu verführt, mir selbst Geschichten auszudenken und zu Papier zu bringen – in der Hoffnung, dass sich meine Leser dann ebenfalls in fremde Welten entführen lassen.“

 

Ulla Kock am Brink

„Als ich darüber nachdachte, warum ich bis heute viele verschiedene Bücher und Zeitungen  lese, fiel mir spontan eine Situation in der Grundschule ein: Ich wurde aufgefordert, etwas aus dem Schulbuch vorzulesen. Und merkte, wie ich total aufgeregt und gleichzeitig konzentriert wurde.  Es hat mir Spaß gemacht, aus den scheinbar sinnlosen Silben plötzlich ein Wort mit Bedeutung zu formulieren, es war wie ein Wunder, aus diesen Hieroglyphen eine Geschichte für alle zu finden. Und je flüssiger ich lesen konnte, umso schöner war für mich das Gefühl in eine ganz andere Welt einzutauchen, eine Welt, die jemand anderes für mich erfunden hatte! Und wenn meine Freunde dieses Buch auch gelesen hatten, konnten wir die Geschichte unter uns weiterspinnen oder auch darüber meckern, wenn wir ein Kapitel blöd fanden. Also ging uns nie der Gesprächsstoff aus, es gab immer neue Welten in immer neuen Büchern zu entdecken! Ich fieberte also mit den Helden in den Büchern, litt und freute mich mit ihnen. Das waren übrigens die Stunden am Tag, in denen meine Eltern ihre Ruhe hatten, also besorgten sie mir immer neuen Lesestoff. Ich lernte aus den Büchern, dass viele Menschen die gleichen Probleme wie ich haben, dass unterschiedliche Religionen und Ansichten ganz wichtig für ein spannendes Zusammenleben und  Eltern auch nur Menschen sind. Mit dem Lesen habe ich angefangen, über das, was um mich herum und mit mir geschieht, nachzudenken, ich habe gelernt, eine eigene Meinung zu haben! Das ist ein gutes Gefühl.

Also bedanke ich mich noch heute für “Urmel aus dem Eis”, „Die Irrfahrten des Odysseus“, “Die drei ???”, für “Das kleine Gespenst” ,”Krabat” , “Die unendliche Geschichte” und die vielen tollen Märchen aus meiner Kindheit. Deshalb bin ich auch beim Deutschen Vorlesepreis sehr gern dabei. Ich möchte, dass so viele Kinder wie möglich denselben Spaß an Phantasie, schönen Formulierungen und spannenden Geschichten haben wie ich.“


Henning Krautmacher

„Wer lesen kann, ist klar im Vorteil!“  Diese Erkenntnis – und mag sie noch so banal erscheinen – bringt es auf den Punkt, wenn es um Chancengleichheit, Fortschritt, Geist und Kultur und – allem voran – um soziale Belange in unserem Land  geht. Fast zehn Prozent der Bevölkerung in Deutschland, nämlich 7,5 Millionen Bundesbürger, sind Analphabeten. Dieser alarmierenden Tatsache gilt es entgegenzutreten.  Die Initiative „Der Deutsche Vorlesepreis“ unterstützt und motiviert  Menschen, anderen etwas vorzulesen und damit die Lust am Lesen zu wecken. Bereits drei Mal habe ich der Jury dieser jährlichen Aktion angehört und dabei erlebt, dass die Freude am Lesen durchaus übertragbar ist. Deshalb sage ich auch gerne in diesem Jahr wieder: Da simmer dabei! Darüber hinaus engagiere ich mich auch  als offizieller Lesebotschafter  der „Stiftung Lesen“ (www.stiftunglesen.de ) und regional im Raum Köln/Bonn sowie im Rhein/Erft Kreis für die Initiative „Ride For Reading“ (www.rideforreading.de ) bzw. für den „Kölner Leselauf“

 

Anne-Mette Noack (Leitung Marketing Börsenverein des Deutschen Buchhandels)

“Vorlesen und natürlich vorgelesen bekommen  ist einfach wundervoll. Meine beiden Söhne bestehen auf ihre Gute-Nacht-Geschichte vor dem Einschlafen, da stört es den Großen noch nicht einmal, dass die Bücher aus dem Regal des Kleinen kommen – beim Vorlesen geht es doch vor allem um das Gefühl, dass sich Zeit genommen wird und man gemeinsam in Geschichten eintaucht. Menschen, die anderen dieses Gefühl durch ihr ehrenamtliches Engagement geben, verdienen Respekt und manchmal sogar die Verleihung eines Preises, deshalb unterstütze ich den Vorlesepreis.”

 

 PelemelePelemele

Sänger Christoph “Picco” Fröhlich: “Lesen ist etwas Wunderbares. Täglich arbeite ich an neuen Texten für unsere Musik und hole mir die Inspiration beim Lesen. Egal ob es Tageszeitungen, Magazine, Bücher, gute Webseiten oder die Liedtexte anderer Lieder sind. Es öffnen sich neue Welten. Gerade für Kinder ist es wichtig genau diese Welten zu entdecken und sie neu zu bauen. Wie sagte schon Herbert Grönemeyer: Wir werden in Grund und Boden gelacht, Kinder an die Macht!”

 

Shary Reeves

„Lesen ist – neben Klugscheißen – das Größte. Eine Geschichte, ein Buch, kann Dein Leben verändern. Dich in Gedanken mitnehmen auf Reisen in fremde Länder und Welten. Du kannst selbst lesen. Oder die Stimme eines netten Menschen genießen, der Dir etwas vorliest. Lesen macht schlau, das schadet nicht. Und es macht Spaß, das ist das Wichtigste. Darum unterstütze ich gerne und aus Überzeugung den Deutschen Vorlesepreis.“

 

 

 

Katty Salié

„Wer liest, erobert Welten. Unsere Welt, weil uns Bücher so viel über sie erzählen. Und fremde Welten, zu denen wir sonst nie Zutritt bekämen. Deshalb lese ich so gerne – schon seit ich ein kleines Kind war. Damals gab es Vorlese-Wettbewerbe, die ich großartig fand. „Madita“ von Astrid Lindgren habe ich dort zum Besten gegeben – leider „nur“ den zweiten Preis gemacht. Der Ausspruch „Ätsch Pustekuchen“, der in der Geschichte mehrmals fiel, begleitet mich aber bis heute.

Das Lesen hat mich als Sprecherin geschult, die vielen Bücher meinen Wortschatz stetig aufgefüllt – wäre ich nicht regelmäßig zum Bücherbus der Stadtbibliothek gelaufen, der einmal in der Woche in meinem Dörfchen parkte, wäre ich heute sicher nicht da, wo ich bin: in der großen Stadt, beim Fernsehen und im Radio – wo man mit Geschichten erzählen und vielen Wörtern sogar seinen Lebensunterhalt verdienen kann. Toll!

Lesen bildet und macht, anders als so manche Schulstunde, zudem großen Spaß. Deshalb lese ich auch gerne vor – zur Zeit in einem Kölner Kindergarten, einmal im Monat, vor einem klasse Publikum.

Und wisst ihr, wer mich darauf gebracht hat? Die vielen freiwilligen Vorleser, die ich beim Vorlesepreis schon für ihr Engagement auszeichnen durfte. Diese Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren, um Kinder an der Schönheit von Literatur teilhaben zu lassen, die sie heranführen wollen an die Welt der Geschichten, mit unglaublich tollen Ideen und Projekten, für die ich  gerne selbst wieder klein und dabei sein würde. Diesen Menschen gebührt ein Platz im Rampenlicht, sie sollen gefeiert werden, denn was sie tun ist großartig. Und ihnen gebührt die nötige Unterstützung und das dazugehörige Kleingeld, um weiter Projekte stemmen zu können.

Deshalb freue ich mich riesig, in diesem Jahr der Jury des Vorlesepreises anzugehören. Wahrscheinlich werde ich mich kaum entscheiden können. Ich bin gespannt…“